Die Unternehmensbewertung

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Den Wert eines Unternehmens zu ermitteln ist nicht einfach, da es einen objektiven Firmenwert nicht gibt. Der Übernehmer möchte einen möglichst geringen Kaufpreis festlegen, der Übergeber neigt hingegen dazu den Wert des eigenen Unternehmens zu überschätzen. Ein Unternehmen ist nur so viel Wert, wie für es bezahlt wird. Angebot und Nachfrage regeln den Preis. Unternehmenswert und Preis sind selten deckungsgleich. Der Kaufpreis muss für den Übernehmer nachhaltig finanzierbar sein.

Es bestehen verschiedene Berechnungsverfahren.

  • Ertragswertverfahren: Dieses Verfahren berücksichtigt die zukünftigen Gewinne des Unternehmens und einen unternehmensindividuellen Risikozinssatz. Das kostenlose Online-Tool kmu-Rechner (EMF-Institut der HWR Berlin) unterstützt bei der Ermittlung des Unternehmenswertes nach der Ertragswertmethode. Zum kmu-Rechner:
  • Discounted Cashflow Verfahren (DCF): Der zukünftige Cash-Flow wird als Basis herangezogen. Standardverfahren der Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Standard des Instituts für Wirtschaft (IWD)
  • Substanzwertverfahren: Bestimmung des Unternehmenswertes an den im Unternehmen vorliegenden Vermögensgegenständen und Schulden zum Zeitwert. Stellt Wertuntergrenze bei Fortführung dar und wird nur noch in Ausnahmesituationen herangezogen
  • Liquidationsverfahren: Stellt absolute Wertuntergrenze dar und wird nur genutzt, wenn das Unternehmen keine Zukunftsfähigkeit besitzt.
  • Multiplikatorverfahren: Vergleichbare Unternehmen werden herangezogen, um das Unternehmen zu bewerten.